Premiere für zwei Neulinge

Schon die erste Synodenversammlung im September hatte es in sich – Stichwort: Kirchenrätinnenwahl. Und erst recht die zweite Session am 24. November: Das Kirchenparlament hatte als Hauptgeschäft über das vom Kirchenrat skizzierte weitere Vorgehen in Sachen "KirchGemeindePlus" zu befinden.

 

Dass die kirchenrätlichen Pläne wiederum, wie schon der Projektstart, in eine Postulatsantwort verpackt war, kam bei der Synode erwartungsgemäss schlecht an. Vehement wurde verlangt, dass die Exekutive das Parlament ernst nimmt und sich endlich auf ordentliche Art und Weise für dieses Jahrhundertprojekt demokratisch legitimieren und mandatieren lässt. Nicht überraschend wurde der kirchenrätliche Bericht bereits in der Eintretensdebatte mit 96 zu 12 Simmen zurückgewiesen. Indem die Synode aber eine Motion ihrer vorberatenden Kommission mit klaren Aufträgen an den Kirchenrat überwies, unterstrich sie, dass es ihr bei ihrer Kritik nicht um das Projekt an sich geht, sondern um das kirchenrätliche Vorgehen.

 

Vor der Mittagspause gab es dann für mich, den Synoden-Neuling, eine Premiere: Mein erster Vorstoss, eine Anfrage für die Fragestunde zum Thema KirchGemeindePlus, wurde behandelt. Eine Premiere auch für die neue Kirchenrätin Katharina Kull, die mit der Beantwortung meiner Anfrage zu ihrem ersten Auftritt vor der Synode kam.

 

Eine Premiere auch punkto Sicherheit: War der Zutritt zum Ratssaal im September noch völlig frei, wurde jetzt, im Lichte der Pariser Anschläge, von vier Kantonspolizisten streng kontrolliert. Nicht nur Tribünenbesucher, sondern auch alle Synodalen mussten durch die Sicherheitsschleuse. Mappen und Gepäck wurden genau unter die Lupe genommen, und da und dort gab es auch eine Leibesvisitation. O tempora!

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